Mythos Serienmörder

11.05.2017 | 20 Uhr | Goethestr. 1 | Eintritt 2€

Das Zerrbild des Serienkillers existiert noch immer: Reuelos treibt er sein diabolisches Spiel mit der überforderten Polizei, bis ihn nach einer langen Verfolgungsjagd ein genialer Profiler zur Strecke bringt. Auf dieser Basis von mitunter bizarren Klischees und Mythen hat sich ein scheinbar unverrückbares Täterprofil entwickelt.

Heutzutage weiß kaum jemand zu sagen, welche Persönlichkeits- und Verhaltensmerkmale Serienmörder tatsächlich charakterisieren, wie sie ihre Taten begehen, welche Menschen ihnen zum Opfer fallen und aus welchen Motiven sie töten. Stattdessen hat sich in breiten Teilen der Gesellschaft ein Halbwissen etabliert, gespeist durch eine mediale Dauerpräsenz. Fernab dieser bunten Fiktion existieren solche Täter tatsächlich, sie leben äußerlich geordnet und unauffällig mitten unter uns.

Deshalb erscheint es notwendig, die Karikatur des Serienkillers und die sich um ihn rankenden Mythen als solche zu entlarven. Sie beeinflussen mitunter unsere Wahrnehmung in der sozialen Realität und generieren Vorurteile bzw. Vorverurteilungen der TäterInnen als „Bestien in Menschengestalt“.

Stepahn Harbort, Deutschlands bekanntester Serienmordexperte, entlarvt die hartnäckigsten Mythen und gewährt uns einzigartige Einblicke! Er zeigt außerdem Video- und Tonaufnahmen von Interviews mit SerienmördernInnen aus den vergangenen 20 Jahren.